Storytelling Methode

Was macht eine Geschichte zu einer Geschichte?

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 Storytelling Methode als Handwerkszeug für moderne Unternehmenskommunikation

Sie erfahren die Grundlagen des Geschichten Erzählens, durch die Botschaften so erfolgreich vermittelt werden:

a. 12 Regeln der Storytelling Methode

b. 26 praktische Tipps und Beispiele für eine erfolgreiche Anwendung der Storytelling Methode

c. Anwendung im Business Context als Kommunikationsinstrument für Botschaften und zur Wissenvermittlung mit einer zentralen Regel

    1. Was ist die Storytelling Methode?

    Die Storytelling Methode ist die Kunst im Kopf des Gegenüber die Erkenntnis zu setzen, die wir als Botschaft haben. Sie bedient sich dramaturgischer Spielregeln des Geschichten Erzählens und wird u.a. im Film und in der Wirtschaft eingesetzt. Die Storytelling Methode ist ein machtvolles Kommunikationsinstrument, das auf der Funktionsweise unseres Gehirns aufbaut und damit je nach Anwendung auch manipulativen Charakter haben kann.

      2. Checkliste der wichtigsten dramaturgischen Elemente für die Storytelling Methode

      Die Storytelling Methode baut auf zum Teil sehr alten Theorien der Dramaturgie auf. Die Anfänge finden sich in der „Poetik“ von Aristoteles, oder auch in Werken von Kleist und Schiller. Es gibt Grundbestandteile, die in jeder Geschichte enthalten sein sollten. Sie definieren was eine Geschichte ist.

      Falls Sie die Fähigkeiten des Storytellings erlernen wollen, verweisen wir gerne auf das Storytelling Seminar „Die Wirkung von Geschichten“ und den Storytelling Workshop „Geschichten für Unternehmen“.

      1. Der Protagonist

      Storytelling Methode - Protagonist

      An erster Stelle wäre hier der Protagonist, also der Hauptcharakter einer Story zu nennen. Häufig wird dieser durch einen Archetypen beschrieben, welcher bestimmte Charaktereigenschaften zu einer Art Schablone zusammenfasst und so die Charakterisierung erleichtert. Um den Zuschauer zusätzlich besser an die Geschichte zu binden, ist es wichtig, dass sich dieser mit der Hauptfigur identifizieren kann. Dies kann auf unterschiedliche Weise gelingen: Zum einen kann Empathie erzeugt werden, welche den Rezipienten mit der Figur leiden lässt und ihre Handlungen nachvollziehbar macht. Zum anderen ist die Erzeugung von Sympathie möglich, welche eine positive Beziehung zum Protagonisten aufbaut.

      Beispiel: Die interessantesten Archetypen nach C. G. Jung sind durch amerikanische Modelle der Filmindustrie entwickelt worden. Es sind insgesamt 12 Archetypen, die man universell versteht und die daher nicht erklärt werden müssen. Dies sind: Herrscher, Schöpfer, Unschuldige, Weise, Entdecker, Rebell, Zauberer, Held, Liebende, Narr, Jedermann, Betreuer,

      Beispiel: Ein anderes Beispiel für Archetypen im Film sind: Held, Mentor, Schwellenhüter, Herold, Gestaltwandler, Schatten, Trickster. Diese Art der Archetypen sind der „Heldenreise“ nach Campbell entnommen.

      Regel 1:

      Ein Charakter ist interessant, wenn er archetypischen Mustern folgt und daher begreifbar ist und zugleich eigenwillig ist.

      Tipp 1: Geben sie ihrem Protagonisten eine kleine Macke.

      2. Das Ziel

      Storytelling Methode Ziel

      Weiter benötigt der Hauptcharakter ein Ziel, welches er im Verlauf der Geschichte verfolgen kann. Zu unterscheiden wäre hierbei einerseits das „Want“ und andererseits das „Need“ der Person. Das Want beschreibt, welches Ziel die Figur bewusst und mit vollem Einsatz verfolgt, das Need jedoch, was die Person eigentlich benötigt, um glücklich zu werden. Unter „Want und Need“ ist dabei nicht zwangsläufig das gleiche Ziel zu verstehen. Oft weiß die Hauptperson lange nicht, was ihr eigentliches Bedürfnis für sie bedeutet.

      Beispiel: In einer romantischen Komödie verwendet man oft die Diskrepanz des Want und Need. Die Hauptfigur verfolgt zum Beispiel das Ziel beruflich erfolgreich zu sein oder einen Wettbewerb zu gewinnen. Doch am Ende lernt die Figur, dass sie eigentlich eine Beziehung mit der Person haben will, die sie die ganze Zeit bekämpft hat. Hier fallen bewusstes Ziel und inneres Bedürfnis auseinander. Wir als Zuschauer verstehen das von Angang an und fragen uns, wann die Erkenntnis einsetzt und der Protagonist seinen Irrtum erkennt. Dies erzeugt Komik.

      Regel 2:

      Je relevanter das Ziel, desto interessierter ist der Zuschauer.

      Risiko:

      Das Risiko besteht darin, in dem Ziel über die Strenge zu schlagen.

      Tipp 2: Halten sie die Ballance. Es sollte ein relevantes Ziel sein, das aber zugleich nachvollziebar ist.

      3. Die Hindernisse

      Storytelling Methode Hindernis

      Auf ihrer Reise muss die Figur diverse Hindernisse überwinden, welche sich ihr in den Weg stellen. Diese können in Form von innerlichen (Hemmungen, inneren Konflikten o.ä.) oder äußerlichen (Personen, Schicksalsschläge, Naturkatastrophen usw.) Hindernissen auftreten. Der Protagonist bekommt Werkzeuge an die Hand, welche ihm helfen, diese zu überwinden.

      Regel 3:

      Ohne Hinternisse keine Geschichte.

      Beispiel: Wenn ein Protagonist ohne Probleme alles erreicht, ist er für eine Geschichte ungeeignet.

      Tipp 3: Setzen sie das höchste Hindernis ans Ende der Geschichte.

      4. Der Antagonist

      Storytelling Methode Antagonist

      Um Spannung und Konflikt zu erhöhen, benötigt eine gute Geschichte immer einen Antagonisten, also den erzählerischen Gegenpol zum Protagonisten. Dieser ist häufig eine andere Person, welche sich charakterlich komplett von der Hauptfigur unterscheidet und sich deren Zielen in den Weg stellt. Sie kann jedoch auch im Inneren des Protagonisten angesiedelt sein. In solchen Fällen muss dieser mit sich selbst kämpfen und z.B. Ängste oder Traumata überwinden.

      Regel 4:

      Je höher die antagonistischen Kräfte, umso spannender wird die Geschichte.

      Beispiel: Mit einem starken Antagonisten fragt sich der Zuschauer ob der Protagonist überhaupt bestehen kann.

      Tipp 4: Die stärksten Antagonisten finden sich bei Entwicklungsgeschichten meist im inneren der Hauptfigur. Es sind Angewohnheiten oder Eigenschaften. Bei Aktion- oder Abenteuergeschichten werden diese Antagonisten meist in anderen Figuren verkörpert.

      5. Der Konflikt

      Storytelling Methode Konflikt

      Durch Entscheidungen und Dilemmata gerät die Hauptfigur in Konflikte mit anderen Charakteren und sich selbst. Diese müssen dabei nicht zwangsläufig Antagonisten sein, stellen aber in der Beziehung zum Protagonisten ein weiteres Erschwernis zur Erreichung der Ziele dar.
      Spannung macht eine Geschichte interessant. Sie hält den Zuschauer bei der Stange und erhöht die Neugierde auf den Ausgang der Geschichte. Erzeugt wird Spannung durch überraschende Wendungen in der Story, sowie drohendes Unheil, welches den Protagonisten auf die Probe stellt und ihn von seinem Ziel abbringt.

      Regel 5:

      Konflikte zeigen den erzählerischen Gehalt einer Geschichte.

      Beispiel: Wenn eine Geschichte mehrere Hindernisse hat, diese aber zu keinen inneren Auseinandersetzung der Figur führt und auch keine Reibung mit anderen Figuren entsteht, so bleiben die Hindernisse inhaltsleer.

      Tipp 5: Überprüfen sie jede Szene auf Konflikte. Falls keine enthalten sind, spricht dies das dafür, dass sie gestrichen werden könnte.

      Risiko:

      Wenn Konflikte zu sehr forciert werden, dann könnte der Geschichte der Atem benommen werden.

      Tipp 6: Achten sie darauf, dass die Dynamik zwischen Anspannung und Entspannung stimmt.

      Jedes Unternehmen das sich im modernen Wettberb durchsetzen will, sollte eine Content Marketing Video Strategie entwickeln, bei der häufig das Thema Konflikt gescheut wird.

      Tipp 7: Gehen sie bei dem Content, den sie schaffen, dahin, wo der Konflikt ist. Seien Sie greifbar und nehmen sie damit ihre Kunden oder Zuschauer ernst.

      6. Die Emotionen

      Storytelling Methode Emotionen

      Damit der Zuschauer auch mit dem Herzen bei der Sache ist, ist es besonders wichtig, einer Geschichte Emotionalität zu verleihen. Man spricht von den sieben Grundemotionen, die jeder Mensch auf dieser Welt besitzt. Diese sind Angst, Überraschung, Wut, Trauer, Freude, Ekel und Verachtung. Diese sind von Geburt an für den einzelnen verständlich und unabhängig von Herkunft oder Hautfarbe. Jedoch darf nicht vergessen werden, dass es je nach Land oder Kultur auch sozialabhängige Emotionen gibt, welche im Laufe des Lebens erlernt werden und sich häufig von Gruppe zu Gruppe unterscheiden. Je nach Zielgruppe der Geschichte ist es deshalb wichtig, sich mit den jeweils relevanten und erlernten Emotionen zu beschäftigen und diese je nach Intention einzusetzen.

      Regel 6:

      Geschichten sollen emotionalisieren.

      Risiko:

      Der Ton macht die Musik. Der Einsatz der richtigen Emotions-Intensität ist entscheidend, ob wir etwas als übertrieben oder belanglos empfinden.

      Tipp 8: Nehmen sie den Zuschauer ernst und trauen sie ihm zu, dass er selber beurteilen kann, welche Emotion er gerade für die angemessene hält. Eine schlechte Inszenierung lässt sich oft dadurch erkennen, dass sie dem Zuschauer vorschreiben will, wie die Szene zu verstehen ist.

      Tipp 9: Die Kunst besteht darin, den Zuschauer zu emotionalisieren und nicht die Figur.

      Beispiel: Der Protagonist hat noch gar nicht befriffen wie weitreichend die Situation gerade ist. Wir als Zuschauer haben es aber begriffen. Wir empfinden es daher als umso trauriger und tragischer, dass der Protagonist verhältnismäßig ungerührt scheint. Denn wir wissen, dass der Schmerz noch kommen wird und antizipieren dies.

      7. Die Beziehungen

      Storytelling Methode Beziehungen

      Die Beziehungen der Charaktere untereinander müssen definiert werden, um den jeweiligen Nutzen und Einfluss auf den Protagonisten klar zu machen. Hierbei unterscheidet man mehrere Arten von Beziehungen, wie zum Beispiel Liebesbeziehung, Eltern-Kind-Beziehung, Freundschaft, Feindschaft, Arbeitskollegen, Konkurrenten usw.) Eine jede Beziehung stellt entweder eine andere Art Hindernis oder Hilfe für die Hauptfigur und deren Geschichte dar.

      Regel 7:

      Je höher das sogenante Geben und Nehmen zwischen den Figuren ist, desto dichter und intensiver nehmen wir die Beziehung war.

      Beispiel: Die Beziehungen in Familien gelten als besonders intensiv, da sie eine ganz hohe Dichte an Abhängigkeiten und gegenseitigen Austausch aufweisen. Ähnlich ist es bei Liebesbeziehungen.

      Tipp 10: Roland Zag hat mit seinem „Der Publikumsvertrag“ eine ganz neue Betonung dieser Beziehungsebenen entwickelt. Das Buch ist jedem zu empfehlen, der intensiver in die Beziehungsebenen einsteigen will.

      8. Die Struktur

      Storytelling Methode Struktur

      Eine populäre Art der Strukturierung einer Story stellt die Heldenreise dar. Diese besteht je nach Modell aus 12 bis 21 Situationsabfolgen. Entscheidend ist, dass bei der Heldenreise eine Trennung zwischen gewohnter, hellen Welt und der dunklen Unterwelt besteht. Der Helt ist gezwungen sich den Dämonen in dieser Unterwelt zu stellen. Des Weiteren muss das Genre der Geschichte festgelegt werden. Hierzu zählen u. A. Tragödie, Komödie und Horrorfilm. Im Falle des typischen Dramas gilt es, die typische 3-Akt-Struktur zu beachten, welche ihre Wurzeln zu Zeiten Aristoteles‘ hat.

      Regel 8:

      Struktur ist wichtig. Sie darf aber nicht sichtbar sein.

      Risiko:

      Eine zu offenkundige Struktur lenkt von der eigentlichen Geschichte ab und erscheint holzschnittsartig und birgt vor allem das Risiko vorhersehbar zu sein.

      Tipp 11: Halten Sie sich an die inneren Bedürfnisse und Entwicklungsschritte des Protagonisten und stülpen sie ihm nichts über. Eine gute Geschichte wird sich dann automatisch einer Strutkur annähern.

      Tipp 12: Überprüfen Sie anhand von bestehenden Strukturmodellen, ob aus der organisch aus der Figur entstandenen Entwicklung Ergänzungen vorzunehmen sind. Entwickeln sie aber nicht eine Figur aufgrund von einem Strukturmodell.

      Tipp 13: Bei einer inneren Entwicklungsgeschichte und bei Abenteuergeschichten bietet sich das Modell der Heldenreise an. Bei einer Komödie oder einem klassischen Drama ist meist die 3-Akt-Struktur von Aristoteles zu empfehlen.

      9. Das Thema

      Storytelling Methode Thema

      Wichtig bei einer Geschichte ist es außerdem, sich Gedanken zu machen, was das Thema und die Prämisse ist. In der Prämisse fließen das Thema und die grundstätzliche Fragestellung der Geschichte ein.

      Regel 9:

      Die Prämisse ist der interpretatorische Leitfaden der Geschichte.

      Tipp 14: Beschäftigen sie sich intensiv mit dem Thema und insbesondere der Prämisse. Die Anpassung der Prämisse kann eine Geschichte in komplett verschiedene Richtungen lenken.

      10. Die Zielgruppe

      Storytelling Methode Zielgruppe

      Zentral ist auch die Zielgruppe, oder der Zuhöhrer oder der Rezipient. Wie wirkt der Film auf ihn? Welchen Geschmack bringt er mit und welchen Stil bevorzugt er? Welche Tonalität und Visualität möchte der Film transportieren und welche kommt beim Zuschauer (gut) an? Welcher Wissensstand wird vorausgesetzt? Soll über den Film untereinander kommuniziert werden oder Wissen weitervermittelt werden? Wie hoch ist die Chance auf Mund-zu-Mund-Propaganda und wie wird diese gesichert? Was ist die Botschaft des Films an den Rezipienten?

      Regel 10:

      Eine gute Geschichte ist für den Zuschauer da und nicht für den Autor.

      Tipp 15: Denken sie an den Zuschauer und schreiben sie für den Zuschauer.

      Risiko:

      Es besteht das Risiko, dass man versucht dem Zuschauer nach dem Mund zu reden. Dadurch entsteht wenig neues und vor allem wenig inspirierendes.

      Tipp 16: Lassen Sie sich von ihren eigenen Themen, die sie persönlich beschäftigen inspirieren und überprüfen sie dann, ob dies für einen Zuschauer und Leser auch relevant ist und wie dies noch gesteigert werden kann.

      Beispiel: Selbstreflexive Geschichten, die das Innenleben des Autoren zeigen, finden sich jedes Jahr tausendfach auf der Frankfurter Buchmesse. Erfolg haben die wenigsten damit.

      Risiko:

      Der Autor kreist in solchen Geschichten immer nur um sich und hat den Anschluss zum Zuschauer oder Leser längst verlohren.

      Tipp 17: Nichts ist so banal wie die Realität. Finden sie in der Banalität des Alltags die großen Geschichten. Eine große Herausforderung.

      11. Das Genre

      Mit jedem Genre hat der Zuschauer eine gewisse Erwartungshaltung. Diese Erwartungshaltung bezieht sich vor allem darauf, welches Emotionale Bedürfnis er befriedigt bekommt. Wird er lachen? Wird er weinen? Wird er sich tiefe Gedanken machen? Wird er sich schocken oder leicht unterhalten werden?

      Regel 11:

      Jedes Genre verspricht etwas.

      Tipp 18: Der Zuschauer möchte überrascht werden. Aber er möchte die Sicherheit, dass seine emotionale Stimmung sich an dem Genre orientiert. Enttäuschen sie ihn nicht.

      12. Die Tonalität

      Storytelling Methode Tonalität

      Mit dem Genre ist auch ganz eng verbunden die Frage des Stils und der Tonalität. Wenn wir beim Thema Storytelling sind, dann geht es hier genau um die Kunst des Geschichten-„Erzählens“. Der Ton macht die Musik.

      Regel 12:

      Der Ton macht den Unterschied.

      Tipp 19: Üben, üben, üben.

      Storytelling Methode Uhr

      Jede Geschichte muss diese zwölf dramaturgischen Elemente berücksichtigen, um ihre maximale Wirkung entfalten zu können.

      Tipp 20: Wer einen grundlegenden Überblick über Dramaturgie gewinnen will, dem sei „Story“ von Robert McKee empfohlen.

      Tipp 21: Wer sich im Bereich Dramaturgie und Lektorat weiterbilden will, dem sei der Lehrgang der „Master School Drehbuch“ von Rüdiger Hillmer ans Herz gelegt.

        3. Anwendung der Storytelling Methode in der Wirtschaft

        Im wirtschaftlichen Kontext unterscheidet sich der Einsatz der Storytelling Methode in vielerlei Hinsicht von der dramaturgischen Anwendung. Unternehmen geht es um Gewinn und Umsatz. Um dies zu erreichen, wollen sie wahrgenommen werden und brauchen dafür ein Konzept, um ihre Ziele zu erreichen.

        Die Storytelling Methode als Marketinginstrument muss sich also mit den Zielen einer Unternehmung messen lassen. Dies führt dazu, dass in der Anwendung auf die Wirtschaft die Kernelemente der Dramaturgie oft drastisch reduziert bzw. komprimiert werden.

        Risiko:

        Oft wird von dem sogenannten „narrativen Ansatz“ gesprochen. Und genauso oft werden die Grundprinzipien nicht beachtet, da statt einer Story eine Vorgangsbeschreibung erzählt wird. Was von vielen als Story verkauft wird, ist keine und kann daher auch nicht die Wirkung der Storytelling Methode entfalten.

        Regel 13:

        Nur eine Geschichte hat die Wirkung einer Geschichte.

        Beispiel: Sie haben bei der Kommunikation nur minmal Zeit und damit sind maximale Kosten verbunden. Denn jede Sekunde Aufmerksamkeit kostet.

        Tipp 22: Reduzieren sie die Elemente der Dramaturgie auf die verzichtet werden können. Aber um die Wirkung der Storytelling Methode zu haben, müssen sie die wesentlichen Elemente enthalten bleiben.

        Angebot:

        In einem Storytelling Seminar oder Storytelling Workshops passt Torsten Gauger die Storytelling Methode so auf die Kommunikationsziele Ihres Unternehmens an, dass sie praktikabel und vor allem wirksam sind. Denn manche Elemente können auch implizit erzählt werden und benötigen damit keine eigenen Aufwände oder erzählerische Zeit. Andere Elemente müssen dagegen zwingend IMMER enthalten sein.

        Risiko:

        Mit leichtfertigen Kommunikationsmaßnahmen können langjährige Marketingmaßnahmen zerstört werden.

        Tipp 23: Achten sie darauf, dass die Markenwerte des Unternehmens geschützt werden. Die Story und ihre Tonalität müssen zum Brand, sowie zu den USPs und zur Kernbotschaft passen.

        Es ist ein Zusammenspiel von vielen, vielen Parametern, die den Erfolg und die Wirkung von Storytelling in der Wirtschaft beeinflussen.

        Man muss sich bei der Anwendung der Storytelling Methode im Business darauf konzentrieren, die eigenen Botschaften zu vermitteln. Wie dies ganz konkret gemacht wird, vermittelt der Dozent anhand von einem Storytelling Vortrag für Unternehmen mit dem Titel „Die Wirkung von Geschichten“.

        Gauger Film hilft gerne bei der Umsetzung der konkreten Geschichten, die durch die Storytelling Methode entwickelt wurden. Wir achten bei unseren Imagefilmen, Werbefilmen und Unternehmensfilmen darauf, dass die maximale Wirkung der Storytelling Methode zur Geltung kommt.

        3.1 Unterschiede der Storytelling Methode im Film und für Unternehmen

        Anders als bei Film oder Theater, dient die Geschichte in der Wirtschaft nicht primär der Unterhaltung, sondern vor allem dem emotionalisierten Wissenstransfer, sowohl im B2C, als auch im B2B-Marketing. Storytelling ist ein zentraler Bereich des Content Marketing und insbesondere des Video Content Marketings.

        Die genutzten Kanäle sind zumeist dieselben, da Facebook, Youtube und Google ebenso zur Unternehmenskommunikation genutzt wird. Hinzu kommen spezifische Kanäle pro Branche und die Kanäle Xing oder Linkedin.

        Auch in der unternehmensinternen Kommunikation werden audiovisuelle Inhalte immer wichtiger, da sie die hohen Kosten von Vorträgen, Versammlungen und Reisen substituieren können.

        Aber egal ob audiovisuell oder in der direkten Kommunikation. Storytelling ist allen anderen Kommunikationsinstrumenten was Aufmerksamkeit, Wiedererkennbarkeit und Repruduzierbarkeit überlegen. Die Storytelling Methode sollte daher zum Handwerkszeug moderner Manager gehören und als Soft Skill genutzt werden.

        Beispiel: Steve Jobs bewies 2005 vor dem Abschlussjahrgang der Universität Stanford in seiner packenden Rede, dass es manchmal nur der richtigen Schnipsel der eigenen Lebensgeschichte bedarf, um eine Botschaft zu verpacken. Eine Botschaft, die jedem Einzelnen der anwesenden Studenten für immer im Kopf bleiben würde.

        Tipp 24: Trainieren sie ihre Fähigkeit andere zu begeistern. Wenden sie die Storytelling Methode an, um ihre Vision zu vermitteln.

        Wir vermitteln gerne das Know-How dazu und üben dies mit ihnen ein. Kontaktieren Sie uns.

        3.2 Anwendungsgebiete der Storytelling Methode im Business

        Ein Imagefilm z.B. hat das Ziel die CI des Unternehmens zu transportieren. Ein Werbeclip soll ein Produkt mit einem Lebensgefühl verbinden. Oder ein Firmenchef versucht in einem Meeting eine radikale Änderung der Marketing Strategie zu erklären. All diese Szenarien sind ohne erzählerischen Ansatz praktisch nicht zu realisieren und dennoch haben sie alle unterschiedliche Kriterien, die beim Einsatz der Storytelling Methode berücksichtigt werden müssen.

        Tipp 25: Für innerbetriebliche Änderungsprozesse sind journalistische Methodiken geeignet, um Antworten auf die garantiert aufkommenden W-Fragen in die Geschichte einzubinden.

        Doch wie finde ich nun heraus, welche Storytelling Methode die richtig für mich ist? Welche Elemente einer Geschichte braucht mein Content um wahrgenommen zu werden? Welche Kanäle möchte ich bespielen und welche Rolle spielt die Wahl der Zielplattform bei der Konzeption?

        Tipp 26: Definieren sie zu aller erst, was eigentlich im Kern kommuniziert werden soll. Denn oft liegt schon hier der Hund begraben.

        Beispiel: Angenommen ein Autohersteller möchte seinen neuen Luxusklasse Wagen präsentieren und vermarkten. Mit Festlegung der Zielgruppe definiert sich für gewöhnlich auch gleich die Plattform bzw. die Kanäle, die man bespielen möchte. Fällt die Wahl beispielsweise auf einen Werbespot in TV und Web, so ist von vornherein klar, dass man Einschränkungen für die Erzählzeit in Kauf nehmen muss. Unter diesen Voraussetzungen könnte man nun überlegen, ob man nur über das Produkt von dem Unternehmen und dessen Vision erzählt oder anders herum. Man wirkt als Unternehmen immer sympathischer, wenn man sich in den Hintergrund stellt und „von sich“ erzählt, anstatt in einem filmischen Monolog von A-Z „über sich“ zu erzählen.

        Ein erzählerisch geniales und dementsprechend auch weit bekanntes Beispiel liefert der Automobilhersteller Audi.

        Audi verzichtet in seinem Werbespot zunächst einmal auf einen menschlichen Protagonisten, sowie jegliche menschliche Interaktion. Und dennoch geht man als Zuschauer emotional mit dem nebenbei höchst aufwändig und teuer animierten T-Rex mit. Das Product Placement, sprich das autonome Fahren mit dem Audi RS7, passiert kurz und schlicht am Ende des Clips. Audi positioniert sich damit als Problemlöser, der seine Kunden versteht. In diesem Fall bietet er die optimale Lösung für die Probleme des kurzarmigen Sauriers und stellt sich als Milliarden Marke dabei geschickt in den Hintergrund. Durch eine schlichte Story (bei der es sich im Übrigen um eine Tragikomödie handelt) wird der Zuschauer von Anfang an emotional angesprochen.

        Risiko:

        Dennoch hat man bei der Wahl eines depressiven T-Rex nicht alles bedacht. Dieser bietet nämlich keine allzu passende Identifikationsbasis für die Zielgruppe, also den Zielkunden. Die Geschichte ist zwar humorvoll und einfallsreich, emotionalisiert den Rezipienten jedoch nicht in Richtung einer Kaufentscheidung. Je besser sich der Zuschauer mit dem Protagonisten identifizieren kann, desto höher ist letztendlich dessen Bereitschaft zu Handeln. Vor allem wenn die Lösung eines Problems oder das Beheben eines Mangels im Vordergrund steht, muss ein möglichst großer Teil der Zielgruppe dieses oder ein ähnliches Problem haben. Andernfalls haben das angepriesene Produkt, bzw. die Dienstleistung keine Relevanz für den Kunden.

          4. Zusammenfassung der Ausführungen zur Storytelling Methode

          Die Lösung steckt in der Ballance aller Regeln. Die Hinweise auf Risiken sollen darauf sensibilisieren, dass die Storytelling Methode aus äußerst kraftvollen Regeln besteht, die bewusst und in Maßen eingesetzt werden müssen, um ihre maximal Wirkung zu entfalten. Mit den Tipps wurde auf konkrete Stellschrauben eingegangen, die helfen eine funktionierende Geschichte zu entwickeln.

          Für Seminare, Workshops und die Produktion ihrer Imagefilme, Werbefilme und Unternehmensfilme stehen wir ihnen sehr gerne zur Verfügung.


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